Vortrag im Rahmen von "1050 Jahre Altenburg" mit Dr. Marcus Pilz, Kunstsammlungen der Veste Coburg.
Bedeutete das Jahr 1826 für Altenburg den Wiederaufstieg zur dauerhaften Residenz des neu begründeten Herzogtums Sachsen-Altenburg, so wurden Coburg und Gotha in einem Doppelherzogtum unter der Regierung Herzog Ernsts I. miteinander verbunden. Für den Coburger Herzog galt es nun, den beiden Residenzstädten gerecht zu werden. In den folgenden Jahren kristallisierten sich dabei an beiden Orten gewisse Schwerpunkte fürstlicher Repräsentationsmodelle heraus. Mit der Neuordnung veranlasste Ernst I. aber auch den Austausch von Sammlungsstücken zwischen den Residenzen. Nach Coburg gelangte dabei die bedeutende Jagdwaffensammlung der Herzöge von Sachsen-Gotha-Altenburg aus Schloss Friedenstein – aber auch aus dem Altenburger Schloss. Heute gehören einige der Altenburger Jagdwaffen zu den herausragenden Exponaten der Kunstsammlungen der Veste Coburg.
Der Referent des Abends, Dr. Marcus Pilz, studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Theologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, wo er 2017 auch promovierte. Nach einem Jahr als Hanns-Swarzenski- und Brigitte-Horney-Swarzenski-Stipendiat für mittelalterliche Kunst am Metropolitan Museum of Art absolvierte er ein Volontariat am Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig. Seit 2020 ist er als Kurator an den Kunstsammlungen der Veste Coburg tätig. Pilz hat zu verschiedenen Themen der angewandten Kunst und der Sammlungsgeschichte publiziert.